31.03.2006 / LOKALAUSGABE / DUISBURG

Klasse und Masse

Die Veranstaltung des PSV erreicht die Vorjahreszahlen.

Sieben Nationen beim Kräftemessen dabei. Die Schirmherrschaft hat Polizeipräsident Rolf Cebin übernommen Zum achten Mal wird Duisburg an diesem Wochenende zum Zentrum des europäischen Judo-Nachwuchses. In der Sporthalle der Gesamtschule Duisburg-Süd in Großenbaum wird es unter der Schirmherrschaft von Polizeipräsident Rolf Cebin wieder zu hochklassigen Begegnungen kommen, bei denen sich die männliche Jugend U 15 im internationalen Leistungsvergleich stellen wird. Zusagen zur Teilnahme des Wettstreits von Gastgeber PSV liegen bisher aus sieben Nationen vor.

Mit dabei sein werden: Rumänien, Polen, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Niederlande und Deutschland. Eine Woche vor Meldeschluss liegen aus Deutschland Meldungen von allen Landesverbänden vor. Insgesamt schicken bisher 131 Vereine ihre besten 250 Judoka der Altersklasse nach Duisburg, die in zehn Gewichtsklassen an den beiden Tagen auf den Matten stehen. Die Tatsache, dass die Vereine im Durchschnitt nur zwei Kämpfer in den Wettbewerb schicken, macht deutlich, wie hoch das sportliche Niveau dieses Turniers eingeschätzt wird. Erstmals sind neben den Teilnehmern des Gastgebers PSV (Daniel Griebner, Maximilian Wiesner, Fernando San Lopez, Tim Schröder) auch Judoka des KSV Homberg und des Turnerbund Rheinhausen aus Duisburg gemeldet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Zahl noch erhöhen wird, da erfahrungsgemäß die meisten Meldungen erst kurz vor Meldeschluss eintreffen. Nach ersten Schätzungen auf der Basis langjähriger Erfahrungen werden etwa 300 Teilnehmer erwartet.

Besonders für die deutschen Nachwuchs-Judoka ist ein weiterer Gesichtspunkt wichtig. Auf Grund der Qualität der Vorjahresveranstaltungen hat der Deutsche Judobund den Wettkampf als Sichtungsturnier für die Jahrgänge 1992 und 1993 ausgeschrieben. Wer also Ambitionen hat, auf Bundesebene oder auch international zu Höherem berufen zu werden, kommt an diesem Turnier nicht vorbei. Traditionell werden auch in diesem Jahr wieder verschiedene Organisationen ein zweitägiges Rahmenprogramm gestalten. Unter dem Motto "Fairständnis - Menschenwürde achten - Gegen Fremdenhass" wird die Bandbreite der Nationen auch neben den Matten vergrößert. Außer der Duisburger Polizei wird die Stiftung Kind über Probleme informieren, die auch in zivilisierten Ländern bestehen. Der tunesische Kultur- und Bildungsverein Duisburg, der italienische Chor der Caritas Duisburg sowie der niederländische Verein Op Hoop van Zeegen informieren über ihr Leben in Duisburg. Dies geschieht locker und nicht mit erhobenem Zeigefinger. Man will unterhalten - nicht belehren.

Das Technische Hilfswerk Duisburg sorgt für sportliche Abwechselung. Die Trainingskletterwand der Höhenretter bietet in den Wettkampfpausen die Möglichkeit, sich auch neben der Matte sportlich zu betätigen. Zwei Highlights erwarten die Besucher bei den Eröffnungen. Gewählt wurde die Demonstrationssportart der Olympischen Spiele in Peking: Wushu. Am Samstag wird um 12 Uhr der aus Duisburg stammende mehrfache Kung-Fu Weltmeister Meiko Yuen Lee die Zuschauer mit seinem Team in die Welt der Shaolin-Mönche entführen. Am Sonntag fasziniert ab 10 Uhr das Wushu-Vorführungsteam des Nordrhein-Westfälischen Wushu-Verbandes.

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