20.06.2006 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN

Ein gutes oder ein starkes Team?


Von Andree Hagel
Die Saison der 2. Bundesliga ist für die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen insofern gelaufen, als sie sich um den Klassenerhalt keine Sorgen zu machen brauchen. Und das, nachdem sie in der vergangenen Saison erst am siebten und letzten Kampftag den Kopf aus der Regionalliga-Schlinge gezogen hatten.

Dass es nun so gut aussieht, dass die Gelsenkirchener drei ihrer bisher vier Kämpfe gewonnen haben, sollte das Team von Präsident und Trainer Reinhard Woelk aber auch frühzeitig veranlassen, schon weit über die aktuelle Saison hinauszudenken - ans Judo-Jahr 2007 und vielleicht auch schon darüber hinaus.

Die junge Koriouchi-Mannschaft hat ein enormes Potenzial, das noch gesteigert werden kann und muss. Es muss aber die Frage beantwortet werden, ob es dem Verein genügt, auf Dauer ein gutes Zweitliga-Team zu stellen - oder ob der Klub an einem starken Zweitliga-Team basteln will, das noch mehr Perspektiven eröffnet, das noch mehr will. Sicher: Ohne Geld wird dies nicht gehen. Doch die Leistungen der Judoka 2006 sollten auch potenzielle, neue Geldgeber überzeugen.

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